Research, Prevention and Reconstruction of Criminal Acts in the Context of Inheritance and Will Fraud.
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Sie wollen Erbschleicherei frühzeitig erkennen und präventiv handeln? Oder wollen Sie nach erlebter Erbschleicherei sich Klarheit über die Zusammenhänge verschaffen?
Kontaktieren Sie uns frühzeitig. / icon_on-demand Help-Desk International

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Erbschleicherei ist messbar. Wir vergleichen die Taten auf Ähnlichkeiten. Anhand dieser Indizien versuchen wir laufende Fälle zu stoppen oder abgeschlossene Fälle zu rekonstruieren und Wiederholungen zu vermeiden.
Erbschleicherei ist eine skrupellos geplante Tat. Sie wird meist ausgeübt von nahestehenden Menschen aus dem Freundeskreis, aus der Familie oder vom Ehepartner. Laut unseren Statuten bezweckt die Schweizerische Vereinigung gegen Erbschleicherei (SVgE) sich gegen Erbschleicherei einzusetzen und Erkenntnisse zu veröffentlichen.
Wir sprechen offen darüber: Jede 1 Minute werden CHF 100’000 vererbt + alle 6 Minuten verstirbt ein Mensch = Erbe erschleichen ist lukrativer als Lotto spielen.


Einige Fallbeispiele

Eine Frau heiratet siebenmal. Ihre Männer sterben ihr davon und hinterlassen ihr eindrückliche Vermögen und Lebensversicherungen.

Beobachtung
• Chisako Kakehi lernte ihre alten oder kranken Männer auf Datingportalen kennen, auf denen sie gezielt nach kinderlosen, reichen Männern suchte.
Quellen: tagi.ch; japantimes.co.jp
• Die Taten erinnern an die österreichische Serienmörderin Elfriede Blauensteiner von 1996.
•  Die Taten erinnern an die amerikanische Patricia James (Broward/FL), von 1987.
• Die Taten erinnern an eine zwölffache Serienmörderin aus Poitiers, Frankreich, von 1952.
Auftragsmord aus Geldgier am Vater zeigte sich im Sommer 2015 in Arboga (SE).


Das Personalreglement eines öffentlichen Hospitals verbietet den Angestellten die Annahme von Patientenvermögen; aus gutem Grunde. (Spitalpersonal soll Kranke gleich behandeln, den Fokus auf die Arbeit und nicht auf Erbspekulation setzen. Um mehr zu erben, verkäme ein Spital mit Erbspekulation schlimmstenfalls – in Kombination mit ein, zwei Tricks – zu einer profitablen „Erlösungsstätte“. Und dem ist ausnahmslos vorzubeugen!) Dennoch wird eine Krankenschwester Alleinerbin ihres Patienten.

Beobachtung
• Die Annahme des Patientenerbes verstösst gegen den Arbeitsvertrag.
• Der SVgE liegen ausreichend Indizien von Erbschleicherei vor, weshalb sie ihre fachspezische Analyse empfiehlt. – Auf unsere Geste wird nicht eingetreten..
Quelle: SVgE


„Schatz ich bin eine Frau, der die Heirat so wichtig ist. So lass uns doch zumindest als Show in Las Vegas in der Wedding Chapel heiraten, damit wir den schönsten Tag des Lebens dennoch gemeinsam erleben und ich mich wenigstens verheiratet fühlen kann.“
(Die beschriebene Situation taxieren wir nicht per se als Erbschleicherei.)

Beobachtungen
Rechtswirksam heiraten kann man auf der ganzen Welt; so auch in Las Vegas. Das ist der Normalfall. Gültig ist die Hochzeit auch dann, wenn sie im eigenen Heimatland nicht eingetragen wurde. Zur Aufhebung bedarf es der Ehescheidung! Las Vegas ist nicht Disney Land.
In Las Vegas wird eine reine Spasshochzeitszeremonie angeboten. Informieren Sie sich im Voraus und lassen Sie sich die Rechtsungültigkeit vom Anbieter präventiv mehrfach schriftlich verbindlich bestätigen! Quelle: SVgE


Der Bruder des Verstorbenen kümmert sich um die Witwe und Erbschleicherin, welche ihrem Schwager versprochen habe, sich bei dessen Tode ebenso um seine Ehefrau zu sorgen (und sich nochmals zu bereichern).

Beobachtung
An der Urnenbeisetzung – und innerhalb des „engsten Familienkreises“ – schmiegt sich eine Unbekannte angeblich selbstlos und aus reiner christlichen Nächstenliebe trostvoll an die Witwe, als sei sie ihre beste Freundin. Im Vorfeld sorgte diese Soziopathin mit übler Nachrede dafür, dass jene Leute nicht zur Trauerfeier eingeladen werden, die sie verraten könnten. Der SVgE ist ihr Treiben bekannt und sie stört die Unbekannte bei ihrer Arbeit.
Quelle: SVgE


Um eine ältere Dame, vermögend und einsam, kümmert sich neu ihre Nachbarin. Sie erhält die Vorsorgevollmacht. In den darauf folgenden beiden Jahren erleichtert sich das Konto der ersten unerklärlich um CHF 1.8 Mio. Quelle: SVgE

Fragen
• Erkannte Papa Staat die Lage noch nicht oder profitieren die Mitglieder der Legislative selbst von der Situation?
• Mit welchem Trick gelingt der Nachbarin, dass ihr Treiben ewiglich unerkannt bleibt?


Witwe Berner vertraute ihrem langjährigen Freund und Anwalt Rappolt (Verfassungs-, Alt-Kantonsrat und Ehrenpräsident einer Zunft) anno 2008 CHF 12 Mio. ihres verstorbene Ehemanns an, welches ihr Rappold veruntreute. Zwei Tage nach Anzeigeeinreichung beging Rappold Selbsmord. Nachdem sich der Verdacht über ein selbstständiges Einziehungsverfahren erhärtete, sicherte ihr die Zürcher Justiz  CHF 7 Mio.; Verlust CHF 5 Mio. bzw. 40%. Quelle: Tages-Anzeiger

Bemerkung
Die Tat wurde als Wirtschaftsdelikt geahndet. Da es sich um das Vermögen des verstorbenen Ehemann Berner handelt, könnte dieser Fall der Erbschleicherei zugeordnet werden. Die Tat der Erbschleicherei würde untermauert durch den Fakt, dass Rappold sich am Vermögen vieler seiner Klienten mit geringerer Lebenserwartung bediente.


Ein seriöser alter Herr erstellt seiner Manier getreu ein wohl überlegtes Testament. Sein langjähriger Notar erbt all sein Vermögen von über einer Million CHF.

Beobachtung
• Im Testament werden diverse Begünstigte aufgeführt. Eine zum sonstigen Testamenttext abweichende Ergänzung macht den Notar und Testamenthüter zum Alleinerben. Quelle: SVgE


Als die Kellnerin ihre Stelle verliert, bietet ihr ein 80-jähriger Stammgast an, bei ihm als Putzfrau zu arbeiten. Sie nimmt seine ehrwürdige Geste an und überzeugt ihn, sein Mehrfamilienhaus Haus zu verkaufen. Sie bedient sich mit 50‘000 € von seinem Bankkonto und wird in seinem Testament als einzige Erbin genannt.
Beobachtung
• Jemand beobachtet dieses Treiben, stört sich daran und informiert anonym den Sohn des potenziellen Erblassers.


Der vorzeitig isolierte aber effektiv stärkste Kontakt zum soeben verstorbenen Erblasser kann Giftmord nicht ausschliessen.
Beobachtung
• Die Erbschleicher reden einem schwächeren Kontakt das Vorhaben einer Obduktion aus, indem sie ihm die Massnahmen am Leichnam bildlich darstellen.
• Der Zeitpunkt der Kremation wird vorverschoben. Dabei werden teilweise religiöse Gründe herangezogen. Quelle: SVgE


Die Erbschleicherin gaukelt der Amtsperson tiefen seelischen Schmerz vor, den sie durch den Tod des Erblassers verspüre. Im Glauben ihr einen Gefallen zu tun, versucht zweite diese aufzuheitern und „ausnahmsweise“ gegen gesetzliche Vorhaben verstossen. Sture Amtspersonen zeigen sich plötzlich flexibel und sehen darin auch für den Staat Vorteile.
Beobachtung
• Die Erbschleicherin spielt ihr Leiden vor in der Absicht, eine sonst exakt arbeitende Amtsperson zu einem Fehler zu bewegen. Wenn das auskommt, fürchtet sie um ihr Ansehen und sie und ihre vorgesetzten Politiker werden eisern schweigen. – Der Staat ist unantastbar.
• Die Geschädigten sollen nun ihre Vorwürfe gegen die Amtsperson beweisen. Es ist für die
Autorität ein leichtes, ihnen Gier vorzuwerfen und damit von eigenen Fehlern abzulenken. Mit solchem Verhalten und mit ihrer Passivität begünstigt sie Erbschleicherei massgebend. Quelle: SVgE


Drei von vier Kindern reden auf ihren dementen Vater ein, mit dessen Kapital und Landbesitz eine Firma zu gründen, die sie leiten würden. Als der Vater stirbt, ist kein Vermögen mehr vorhanden, sodass sich das vierte Kind mit einem fahruntauglichen Personenwagen als Erbe begnügen muss.
Beobachtung
• Das vierte Kind war überrascht.
• Den anderen drei Kindern blieb auch nicht mehr zu erben übrig. Aber sie hatten zumindest eine leitenden Position in der gegründeten Firma inne. Quelle: SVgE


Die Willenvollstreckerin (Bank) glaubt der Träne der Witwe und bevorteiligt sie – auch in der Hoffnung, sie möge der Bank treu bleiben.
Beobachtung
• Die Willenvollstreckerin deklariert gegenüber den Miterben die Konti der Witwe nicht. Ebenso verschweigt sie den Tresor und andere Erbgüter.
• Kurz nach Anzeigeerstattung wird das langjährige Arbeitsverhältnis der Anzeigeerstatterin gekündigt.
• Die zuständigen Beamten treten nicht auf die ihrerseits
als „Schreiben“ kaschierte Anzeige ein. Quelle: SVgE


Der langjährig vertraute Notar (oder die selbstlos pflegende Nachbarin, Pfarrer, Sozialarbeiter) wird Alleinerbe über die gesamte frei verfügbare Quote. Trotz seiner treuen Dienste rechnete damit kein Verwandter des Erblassers.
Beobachtung
• Der Notar weist dem Gericht auf Milchpapier eine ärztliche Bescheinigung über den Gesundheitszustand des Verstorbenen vor; ein Zweizeiler den der Arzt vor Gericht als nicht sein Schriftstück bezeichnet.
Quelle: SVgE


in alter vermögender Mann heiratet eine junge Frau. Wenig später stirbt er und sie übernimmt all sein Vermögen.
Mögliche Begleiteffekte
• Die Frau verleumdet Familienmitglieder ihres Gatten (Ablenkung von sich); Sie stellt sich als „die Gute“ dar.
• Sie unterbindet Telefonanrufe, kontrolliert E-Mails, Briefpost, etc.
• Sie spricht Hausverbote aus (Isolation, Enterbungsbegehren).
• Sie wechselt seinen Hausarzt, und nimmt Einfluss. Quelle: SVgE


Ein ausländischer Zahnarzt heiratet eine inländische Frau. Sie haben ein gemeinsames Kind. Nach einer Weile fühlt sich der Mann wieder mehr von seiner ursprünglichen Kultur angezogen, wandert heim und heiratet eine Landesgenossin, ohne sich von seiner ersten Frau scheiden zu lassen. Bald verstirbt er Alters halber.
Beobachtung
• Der Mann war nicht rechtens doppelt verheiratet. Die Bank transferierte das Geld des Erblassers vertrauensvoll ins Ausland. Die spätere Ehe muss annulliert und das Geld an die erste Ehefrau zurück erstattet werden. Das Geld versickere inzwischen.


Eine junge Frau umgarnt einen alternden Herrn, der ihr schlussendlich sein ganzes Vermögen anvertraut.
Beobachtung
• Kurz darauf ist der Herr verschuldet und erbittet das
Sozialamt um monetäre Unterstützung. Quelle: SVgE


Südamerika anno 1965. Priester beabsichtigen, Paulo zum Priester auszubilden. Sie nehmen ihn mit, um systematisch die vermögendsten Einwohner vor der Hölle abzuschrecken, sie wohl zu stimmen und sie von ihren Sünden zu befreien. Sie empfehlen ihnen, ihr Vermögen der Kirche zu übertragen, welches sie unter den Armen zu verteilen vorgibt.
Beobachtung
• Bald darauf geht Paulo einem anderen Beruf nach. Quelle: SVgE


Schweiz anno 1951. Die Uneinigkeit zweier Bründer in einer Erbangelegenheit verleitete diese zu einem Streit.
Beobachtung
• Der eine informierte die öffentliche Vormundschaftsbehörde über Alkoholprobleme seines Bruders. Darauf brachten zwei Polizisten den Denunzierten zur Einvernahme und gleichentags in die psychiatrische Klinik.
Quelle: Historikerin Tanja Rietmann et al, Fürsorgerische Zwangsmassnahmen. 2017


Da Erbschleicherei nicht strafbar ist, wurden die damit in Zusammenhang stehenden Offizialdelikte zur Anzeige gebracht. Die Staatsanwaltschaft verfügt Nichtanhandnahme über drei Anzeigen, in welchen eine Vielzahl von Offizialdelikten angezeigt werden. Quelle: SVgE
Beobachtung
• Der Anzeigeerstatter wird von der Behörde diffamiert.
• Offizialdelikte sind von Amtes wegen zu ahnden. Das revidierten Bundesgerichtsurteil
6G_2/2015 weist das Obergericht auf deren „formellen“ Fehler hin, auf angezeigte Offizialdelikte nicht einzutreten.
• In einem anderen Fall (6B_1198/2014) verfügt die Staatsanwaltschaft ebenfalls eine Nichtanhandnahmeverfügung. Das Bundesgericht weist darauf hin, dass die Einreichung einer Strafanzeige ein höchst persönliches Recht ist. So auch innerhalb einer Erbengemeinschaft. Quelle: SVgE / Transparenz


Am Sterbebett eines vermögenden, vorher isolierten Menschen erscheint eine falsche Freundin mit Notar, welche zusammen in letzter Minute das Testament erstellen und dessen rechtliche Korrektheit beglaubigen.
Quelle: SVgE

Je vermögender eine Person ist, desto stärker zieht die Versuchung an, von ihr beerbt zu werden. „Eine halbe Stunde gut erben ist besser als fünf Jahre arbeiten.“ besagt ein Sprichwort.

500 Jahre Reformation – Erbschleicherei ist auch im Jahre 2016 noch ein zeitaktuelles aber längst überfälliges Thema mit direktem Bezug zum Mittelalter und zur Reformation.


Ein kurzer geschichtlicher Rückblick:
Laut Will Durant verfügte Papst Alexander der Dritte im Jahre
1170, es soll kein Testament gültig sein, welches nicht unter Beisein eines Priesters abgefasst wurde. In ihrer Angst vor dem Fegefeuer und vor ewiger Verdammung kaufte sich noch mancher in letzter Minute von seinen Sünden frei. Der Ablasshandel nahm ein groteskes Ausmass an. Mit seinen 95 Thesen stellte sich Martin Luther anno 1517 direkt gegen den Ablasshandel. In Zürich äusserte Ulrich Zwingli sich anno 1523 mit eigenen 67 Thesen zu Unstimmigkeiten der Zeit. Es bedarf kaum vorstellbaren Mutes, die Handlungen der Kirche und ihrer Vertreter damals öffentlich zu hinterfragen, denn Kritiker wussten über die mögliche Vielfalt grausamer Strafen Bescheid. Seit 1562 ist der Ablasshandel verboten.
Wie oben dargestellt, ist
Erbschleicherei eine eigennützige Tat am letzten Willen eines Erblassers. Sie ist bis heute nicht strafbar.


► Der Legende nach schenkte der Urso um das Jahr 600 n.Chr. dem heiligen Fridolin grosse Ländereien. In der Folge bekehrt Fridolin die Bevölkerung des Glarnerlands zum Christentum.

Beobachtung
Nach Urso‘s Tod wollte dessen Bruder Landolf Fridolin das geschenkte Land streitig machen. Kurzum erweckte Fridolin Urso wieder zum Leben und bezeugte so dessen Willen. Mit diesem Beweis überzeugte Fridolin die Glarner. Darauf schenkte Landolf Fridolin auch noch seinen Teil des Glarnerlandes.
(Quelle: SRF, 2013)
Zu dieser Zeit konkurrierten sich Gemische weltlicher Rechtsauffassung mit dem kanonischen Recht. (www.unibas.ch)
Die SVgE befasst sich nicht mit Legenden. Sie erfasst sachlich zeitaktuelle Fälle und untermauert diese mit handfesten Belegen.


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